Aufarbeitung NS-Zeit Feuerwehr Arnsberg

Die Feuerwehr der Stadt Arnsberg will ihre Geschichte in der NS-Zeit – also in den Jahren 1933 bis 1945 – aufarbeiten. Damit reagiert die Wehrführung um Stadtbrandinspektor Bernd Löhr unmittelbar auf einen entsprechenden bundesweiten Aufruf des Deutschen Feuerwehrverbandes. Doch ohne Mithilfe der Bevölkerung, stellt Löhr klar, wird diese anspruchsvolle Aufgabe nicht einfach werden. Denn: Die Materiallage ist recht dünn. Und das ist das aktuelle Problem. Es liegt in Bezug auf die Feuerwehr aus den Jahren 1933 bis 1945 vergleichsweise wenig Verwertbares vor. „Ein eigens Feuerwehr-Archiv gibt es nicht. Aber wir gehen davon aus“, zeigt sich Bernd Löhr optimistisch, „dass stadtweit auf den Dachböden noch so Manches schlummert und den Besitzern nun durch unseren Aufruf wieder ins Gedächtnis kommen kann.“ Seit dem Jahreswechsel hat sich nun ein Arbeitskreis gebildet, der sich in regelmäßigen Treffen über die derzeitigen Ergebnisse austauscht. Was jetzt schon feststeht: Das Ergebnis der Recherchen wird öffentlich zugänglich gemacht. Ob als kleine Broschüre, als Heft oder gar als Buch hängt von der Materialfülle ab. Von Interesse sind neben Schriftstücken wie Festhefte, Protokolle oder Urkunden natürlich auch persönliche Erinnerungen, die mit dem damaligen Feuerwehrwesen in Arnsberg in Verbindung stehen. Bei der Dokumentation geht es nicht darum, sich allein mit dem Thema Nationalsozialismus zu befassen und so vielleicht mit dem Finger auf damals handelnde Personen zu zeigen, sondern man will diese Zeit wertfrei mit all ihren Problemen für die Feuerwehr aufarbeiten.

Jetzt hofft der Arbeitskreis, dass sich möglichst viele Bürger melden, die Material oder als Zeitzeugen persönliche Erlebnisse beisteuern können.

Wer Material zu der Dokumentation beisteuern kann oder Kontakt zu Zeitzeugen vermitteln kann, möge sich bitte melden. Kontakt: 01713134389 oder per E-Mail unter geschichte@feuerwehr-arnsberg.de